Wir sind viele, wir sind eins. FreuRaum läßt sich feiern.

LEIDER, LEIDER verschieben wir aufgrund der COVID19 Situation unser Fest auf unbestimmte Zeit. Einige Programmpunkte finden mit den bekannten Vorsichtsmaßnahmen und im rechtlichen Rahmen dennoch statt…

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Als wären Stadtmarketing und FreuRaum bei der Auswahl des Slogans „Die kleinste Großstadt der Welt“ Hand in Hand gegangen: Denn eine der häufigsten Reaktionen von Menschen, die den FreuRaum das erste Mal betreten, ist ein „Wow“. Ein Wow, „dass es SO ein Lokal in Eisenstadt gibt“.

Wie ist SO ein Lokal? Es ist urban und lässig. Es ist bunt und originell. Gut für Kinder. Gut für Alte. Gut für Normale, gut für jene, die auf Normen pfeifen. Gut zum Essen. Gut zum Einfachsein. Es ist neudeutsch open-minded und barrier-free. Frech und frei. Bestückt mit Ramsch und Raritäten. Heiter und herzlich.

Es lag schon immer ein wild entschlossener Optimismus in der FreuRaum-Luft. Fast ein Lebensprinzip. Manchmal vielleicht mit ein wenig Trotz gepaart. Denn um Unkenrufe zu hören, mussten die Erfinderinnen des FreuRaums nie besonders stark ihre Ohren spitzen; Begeisterte im wahrsten Sinne des Wortes gab es freilich auch immerzu. Wenn Anja Haider-Wallner und Petra Hader, beide übrigens grünäugig, Rückschau halten, wundern sie sich über ihre Blauäugigkeit: „Wir haben mit vielen Schwierigkeiten sowas von gar nicht gerechnet. Und das war gut so. Wir haben uns entlang gehandelt, Spaß gehabt oder Kummer, niemals Langeweile, und plötzlich war ein Jahr vorbei.“

FreuRaum in Zahlen

Ein Jahr FreuRaum, das bedeutet in Zahlen: über 6000 genossene Mittagsteller und Brunchpakete, über 200 Veranstaltungen vom internationalen Musikact und hautnahen Kabarettstar bis zum Häkeln in der Gruppe, Flaschendrehen oder Plaudernachmittagen an Gabys Dazusetztisch. 114 fast ausschließlich euphorische Reviews und Feedbacks auf Facebook und Google und noch viele mehr in Echt. Überhaupt Facebook Instagram: Hier wissen bald 4000 Follower die frischfröhlichen Texte und liebevoll inszenierten Fotos zu schätzen.

Und wenn wir schon bei den Zahlen sind: Der FreuRaum hat am 27. Juni 2019 eröffnet. Coronabedingt war er drei Monate lang zu. Ende Juni plus drei Monate, das macht Ende September. Die vier Frauen im Vorstand – neben Anja Haider-Wallner und Petra Hader sind dies Birgit Prohazka und Brigitte Weber – haben gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Helfern, hier Freuwillige genannt, ein buntes Programm ausgeheckt.

Das Programm

Nach der Eröffnung der Ausstellung #bleibunsfreu mit Fotos, die während des Lockdowns entstanden, und der Enthüllung des geHAImnisvollen HAI NZ macht eine radelnd Reisende am 25. 9. den Anfang der festtäglichen Gastspiele: Petra Freudenberger-Lötz, erfuhr (sich) „66 Tage Dankbarkeit“, schrieb ein Buch darüber und liest ab 18 Uhr daraus vor. Wie es sich anhört, wenn ein Bayer Britpop macht, erschließt sich ab 20 Uhr. Nikolaus Wolf ist gerade Vater eines Kindes und eines Albums geworden. Kostproben aus letzterem werden zu hören sein.

Am Samstag ist der Festakts-Höhepunkt – mit diversen Darbietungen von MitarbeiterInnen und Freuwilligen, Sentimentalitäten und vielleicht ein paar Lorbeeren, ab 17 Uhr – eingebettet zwischen Gaumenfreuden und Ohrenschmausen. Erst wird gegessen: Brunchbuffet, zwischen 9 und 15 Uhr, Reservierung dringend angeraten, um 15 Uhr gibt der Eisenstädter Autor Simon Stehlik Kostproben aus seinen hochoriginellen Wortverliebtheiten, auch der weitere Nachmittag und der Abend sind fest in burgenländischer Hand. Um 16 Uhr spielt die Tamburizza Uzlop auf, bei Schönwetter im Freien. Ab 19 Uhr singt Sabrina Rasztovits alias Sabrina Winter Lieder, die sie und das Leben schrieben, später, wenn DJ Martin die Plattenteller regiert, darf auch getanzt werden, eng aber nur mit Leuten, die man sonst auch nah an sich heran lässt.

Eifriges Feiern wird von den Veranstaltern empfohlen – nicht zuletzt deshalb, weil man ja am Sonntag schon wieder Appetit haben sollte. Der Gastkoch nennt sich „Der Pannonist“ und bietet zwei verschiedene Menüs in zwei Schichten an (9.30 und 12.00 Uhr), Anmeldung bis 23.9. unbedingt erforderlich. Und wieder begleiten launige Lesungen den lukullischen Genuss: Sprachspieler Michael Hess bringt auch seine Ukulele mit und träumt mit seinem Publikum einen „Worttraum im FreuRaum“.

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Foto-Credits: Birgit Machtinger